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Senat präsentiert Klimainitiative mit Bundesregierung in New York

Auf Bitten der Bundesregierung stellte der Senat der Wirtschaft Best Practice-Beispiele der Klimainitiative am Rande der 68. UN-Generalversammlung in New York vor.

Bundesminister Dr. Gerd Müller hatte gemeinsam mit dem Senat der Wirtschaft in die deutsche Botschaft geladen. Rund hundert Mitglieder des diplomatischen Corps der UN, vier internationale Minister und sieben Botschafter folgten der Einladung.

Minister Müller erläuterte seine Allianz für Entwicklung und Klima vor den internationalen Gästen. Hierbei gilt es, Unternehmen und Privatpersonen zu motivieren, CO2-Ausstoß zu reduzieren und zu vermeiden. Was an Emissionen übrig bleibt, soll u.a. mit dem Aufbau erneuerbarer Energien und vor allem mit Wiederaufforstungsprojekten freiwillig kompensiert werden. So werden Unternehmen klimaneutral. In diesem Zusammenhang lobte er auch die Arbeit des Senats der Wirtschaft. Der Präsident des Senats, Prof. Franz-Josef Radermacher, stellte die Brisanz der Klimaerwärmung dar und appellierte ebenfalls dringend an private Akteure, neben Reduktion und Vermeidung von Emissionen, in einer Übergangsphase tatkräftig durch Kompensation an der Verhinderung der Klimakatastrophe mitzuwirken.
Die Veranstaltung wurde von Senatsvorstand Dr. Christoph Brüssel geleitet. Er erläuterte den internationalen Zuhörern die Arbeitsweise des Senats der Wirtschaft als gemeinwohlorientierte Vereinigung von Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft, deren Bestreben es ist, die Politik und die staatlichen Institutionen auf nationaler und internationaler Ebene zu begleiten und zu unterstützen.

Weitere Teilnehmer des Diskussionspanels waren Dr. Juergen Voegele, Global Director und verantwortlich für Nachhaltigkeit bei der Weltbank, der Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan, der ebenfalls Präsident des internationalen Städtenetzwerks für Nachhaltigkeit (ICLEI) ist und zwei vorbildliche Unternehmer, die bereits ihre Klimaneutralität belegten:

Dr. Sven Jansen, Vorstand des Senatsmitglieds Noventi Health SE, berichtete, dass sein Unternehmen bereits seit 2018 klimaneutral ist. Noventi ist ein europaweit führender Dienstleister der Gesundheitswirtschaft mit mehreren tausend Mitarbeitern. Bis 2022 will das Unternehmen klimapositiv werden, also mehr klimawirksame CO2-Kompensation betreiben, als es selbst emittiert.

Otto Schacht, Executive Vice President Sea Logistics des Logistikgiganten Kühne + Nagel (AG & Co.) KG, erläuterte die Zielsetzungen des Unternehmens zur Klimaneutralität bis 2021. Im Jahr 2030 will das Unternehmen sämtliche Kundenaufträge weltweit klimaneutral gestellt haben.

Beide Best Practice-Beispiele wurden durch das internationale Publikum mit großem Interesse und Applaus aufgenommen.
Bundesminister Dr. Gerd Müller bedankte sich ausdrücklich beim Senat der Wirtschaft für die wichtige Kooperation und die Initiativen, die die gemeinsame Arbeit der privaten Wirtschaft und der Politik an den Energie- und Klimaschutzzielen unterstützen und vorantreiben.